Woche der Gemeinschaft

„Auf dem Weg zu einer umweltachtsamen Schule“

Vom 11. bis zum 15.11.2019 führen wir wieder unsere „Woche der Gemeinschaft“ durch. In diesem Jahr setzen wir uns in allen Jahrgangsstufen aktiv mit der Umweltproblematik unserer Zeit auseinander. Weiterhin führen wir ein, bzw. „beleben neu“ die Mülltrennungsmöglichkeiten und den verantwortungsvollen Umgang mit Dingen an unserer Schule. Am Montag starten wir gemeinsam mit einer kurzen Einführung in das Thema durch die JS 4. Am Freitag präsentieren wir in der Gemeinschaft aller Kinder das Erarbeitete.
 
Zur Organisation:
Der Unterricht startet nach Stundenplan. Ab 8.30 Uhr bis 12.10 Uhr arbeiten wir innerhalb der Jahrgangsstufen projektartig, d.h. es findet kein Fachunterricht oder Sport statt! Es entfallen auch die 6. Stunden (MO JS 1 und 3, MI JS 4), d.h. der Unterrichtstag endet für alle um 12.10 Uhr. Die Kernzeit- und Ganztagesbetreuung findet regulär statt, ebenso die Eisenbahn AG. Der Nachmittagsunterricht für die JS 3 und 4 am Donnerstag findet ebenfalls statt.
 

Astrid Lindgren Schule den Umweltsünden auf der Spur

Kinder möglichst früh für Umweltfragen zu sensibilisieren, Kindern Ursachen von Umweltbelastungen aufzeigen, Kinder mit in die Verantwortung beim Umgang mit ihrer Umwelt nehmen sind drängende Themen des Bildungs- und Erziehungsauftrages. Die Astrid-Lindgren-Schule Dauchingen macht sich seit Schuljahresbeginn auf den Weg zu einer „Umwelt“-achtsame Schule. Im Rahmen der alljährlichen Woche der Gemeinschaft arbeiteten nun die Kinder der Klassen 1 – 4 an umweltrelevanten Themen, die altersgerecht vom Kollegium auf- und vorbereitet wurden. Wie Rektorin Ulla Böhm in einem Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte, ist es wichtig, dass die Schule als Ganzes in den Prozess umweltgerechten Handelns eingebunden wird. Bereits in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bewarb sich die damalige Grund- und Hauptschule Dauchingen um das Prädikat Klimafreundliche Schule, welches ihr dann vom Umweltministerium auch verliehen wurde. Inzwischen sind der Erhalt der Umwelt, die Klimadiskussion und der Nachhaltigkeitsbegriff in aller Munde. Die globale Bewegung Fridays for Future hat auch die Grundschüler in Dauchingen neugierig gemacht und das Kollegium hat ein Konzept für die Projektwoche zusammengestellt, was die Kinder anspricht und zum konkreten Handeln anregt.
Vorbereitung Ein Besuch bei der  Kunststoffmesse in Düsseldorf mit Viertklässlern gehörte im Vorfeld ebenso zur Einstimmung auf das Thema wie das künftige Aufstellen von Trennmülleimer in den Klassenzimmern und Fluren. Über den Besuch bei der Kunststoffmesse haben die Viertklässler ihre jüngeren Mitschüler umfassend in einer Schulversammlung informiert.
Woche der Gemeinschaft Emsiges Treiben herrschte in dieser Woche in den Klassenzimmern und Fluren der Schule. Alle Klassenzimmertüren standen offen und auch auf den Fluren, in den Ruhezonen und im Computerraum beschäftigten sich die Grundschüler mit umweltrelevanten Themen. Alma (4. Schuljahr) aus Syrien sitzt mit einem Tablet auf dem Boden und bearbeitet ein Arbeitsheft zum Thema Klimawandel. Obwohl sie noch mit Sprachbarrieren zu kämpfen hat, kann sie sich mit Hilfe ihrer Mitschüler  und des Tablets in das Thema einarbeiten und gute Beiträge liefern. Mit dem Thema Papier haben sich die 1. Klässler beschäftigt. Was ist das eigentlich, worauf wir gemeinhin schreiben? Nicht nur dass die Jüngsten in der Schule sich auf die Spuren der Papierherstellung gemacht haben, auch über das sinnvolle Papier-Recyceln können die Kids berichten. Um die Wichtigkeit von Insekten haben sich die Drittklässler gekümmert und zahlreiche Insektenhotels aus Stroh gebastelt. Abgetaucht im eigentlichen Sinn des Wortes sind die Zweitklässler in das Thema „Plastikmüll in den Weltmeeren“. Plastikflaschenfische mit Plastikmüll im Bauch zieren die Info-Wand, vor welcher die kleinen Umweltforscher ihre Ergebnisse den Mitschülern vortragen. Gebastelt wurden auch große bunte Stofffische, die sich durch Plastikberge kämpfen und dabei nicht sehr glücklich aussehen. Phantasievoll auch die Idee eines Zweitklässlers: „Man müsste einen „Plastikmagneten“ erfinden, der die Meere vom Müll befreit“. Wie man die Vermüllung vermeiden kann, haben die Schüler auch erarbeitet. Konkret sammeln sie derzeit auf dem Schulweg, was andere achtlos wegwerfen und füllen damit den Schulmülleimer.
Fazit Diese Startwoche wird keine Einmalaktion bleiben. Vielmehr soll unter der Fragestellung: Was gibt uns die Erde? und Was bedroht unsere Erde? die Umweltachtsamkeit zum schulischen Alltag gehören. 
Text und Fotos: Jörg-Dieter Klatt

(Erstellt am 08. November 2019)