Schullandheim Klassen 4

Am 3. Juli 2019 starten wir mit unseren Eltern in unsere Hütte im Hirzwald.

Es ist wunderschönes Wetter und dementsprechend auch unsere Stimmung.
Dort angekommen beziehen wir unser Zimmer, die in zwei verschiedenen Häusern liegen.
Es gibt Zweibettzimmer (wie im Hotel) und auch „Massenlager“.
Platz zum Spielen ist ausreichend vorhanden. Es gibt eine große Wiese und einen angrenzenden Wald, den wir zum Spielen benutzen dürfen.
 
Alles, was am Boden liegt, dürfen wir im Wald zum Bauen und Gestalten benutzen, erläutert uns die Naturtherapeutin Frau Grimm, die diese Häuser verwaltet und auch selber dort wohnt.
 
Dann geht es, mit Trinken und gutem Schuhwerk auf eine kurze Wanderung in den Wald, an einen steilen Hang.
 
Wir bauen Kugelbahnen. Alles was im Wald liegt darf verwendet werden und jede Gruppe hat besondere Aufträge zu erfüllen. Mit der genauen Bezeichnung, wie der Start aussehen soll und wie das Ziel und welche Hindernisse auf dem Weg eingebaut werden müssen, machen wir uns an die Arbeit.
 
3 Stunden lang hallen Kinderstimmen durch den Wald. Teams beraten, wie es gehen kann, Rinden, Stangen und Äste werden angeschleppt, um ihre Kugel zum Rollen zu bringen.
 
Es klappt und jede Gruppe hat ihren Erfolg zu verbuchen und wird mit entsprechendem Beifall belohnt.
 
Stolz und zufrieden geht es zurück an die Hütte. Bald duftet es nach Essen. Wald und Freizeit machen hungrig. Mit einem Küchenteam von Schülern wird gekocht und Tische gedeckt.
 
Danach ist ein lebendiges und fröhliches Spielen zu sehen. Wir lassen unser
Programm für den Abend in der Tasche, denn die Stimmung ist so einzigartig, dass wir Lehrerinnen beschließen, auch das hat seine Berechtigung.
 
Es wird schnell ruhig in den Zimmern an diesem Abend, Tränen des Heimwehs können wir trocknen und alle Kinder bleiben hier auf der Hütte.
 
Am Donnerstag werden Rucksäcke gepackt, Wanderschuhe angezogen und wir ziehen bei Sonnenschein los den Stöcklewald-Turm zu erzwingen.
 
Herrliche, weite Ausblicke lassen uns staunen. Ein perfekt organisierter Einkauf von Eis für alle durch Frau Böhm, lässt sogar die Besitzerin der Kiosk staunen und wir ziehen mit einem dicken Lob versehen wieder zum Haus zurück.
 
Dort ist trotz wärmender Sonnenstrahlen Gänsehaut angesagt. Als unsere Klassen damals in die 3. Klasse gekommen sind, gab es eine Pflanze die noch sehr klein und unscheinbar war. Frau Böhm erinnerte an dieses Bild und viele Kinder erinnerten sich noch daran. Wie groß die Pflanze geworden ist, haben alle Kinder im Blick. Auf die Frage von Frau Böhm, wie die Schüler gewachsen sind, was sie besonders macht, was sie gelernt und gefühlt haben, während der zwei Schuljahre, kamen Sätze Gedanken und auch Tränen zum Vorschein, die uns staunen ließen und uns ebenso berührten wie alle, die diese Worte hörten. Wie oft verliert man im Alltag aus dem Blick, was unsere Kinder fühlen, denken und emotional erleben.
 
Am Abend steht improvisieren auf dem Programm. Mit entsprechenden Aufgaben versehen, sieht man überall die Kinder trainieren, proben und künstlerisch aktiv werden.
 
Das Abendprogramm nach Essen (es gab Spaghetti) war berührend, lustig und sehr einfallsreich. Spülen für die eingeteilten Gruppen fällt an diesem Abend aus und wir bringen müde, aber zufriedene Kinder ins Bett.
 
Es wird schnell still in unserem Haus und wir genießen auch ein wenig die Ruhe und schnell wird es nach Mitternacht.
 
Unser letzter Tag beginnt mit Frühstück und danach werden Zimmer aufgeräumt, Koffer gepackt, geputzt und pünktlich und zuverlässig holen uns die Eltern ab.
 
Es waren 3 drei Tage mit Sonnenschein, berührenden Emotionen und zufriedenen Kinder und entspannten Lehrern.
 
Bilder und Text: Monika Hirt